Krippenspiel "Macht euch auf!"

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Veröffentlicht am Mo., 7. Jan. 2019 12:48 Uhr
Bericht Ki Ju Kantorei

Krippenspiel des Großen Kinderchors am 4. Advent und an Heiligabend

Wie wir am dritten Adventssonntag in der Predigt von Frau Superintendentin Hornschuh-Böhm lernen konnten hat das Krippenspiel eine lange christliche Tradition. Der Legende nach soll es bereits bei Franz von Assisi Krippenspiele mit echten Tieren gegeben haben.

Und doch musste die Verfasserin dieses Artikels beim diesjährigen Vorlesetag in einer hiesigen Grundschule feststellen, dass drei Viertel einer Gruppe von Zweitklässlern mit dem Begriff „Krippenspiel“ nichts anfangen konnte. Ein Schüler sagte, er habe „keine Ahnung, wie man das macht.“

Die Kinder des Großen Kinderchors zeigten uns dieses Jahr, dass sie ganz genau wussten „wie man das macht“.

Unter der engagierten Leitung von Cornelia Vogt wurde am 4. Advent und an Heiligabend in der Christvesper das Stück „Macht Euch auf“ aufgeführt.  Die Kirche war an beiden Tagen voll besetzt und neben dem Adventskranz und unter dem Weihnachtsbaum wurde uns die Geschichte von Maria und Josef, die sich auf den Weg nach Bethlehem machten, wo Maria das Jesuskind zur Welt brachte, in Erinnerung gebracht. Aber auch die Geschichte der Hirten und die Geschichte der Weisen aus dem Morgenland, die sich ebenfalls auf den Weg machten, kamen nicht zu kurz.

Besonders die Lieder unter der Begleitung von Keyboard und Querflöte trugen zur feierlichen, freudigen Weihnachtsstimmung bei.

Wir sind dankbar dafür, dass es in der Gemeinde Menschen gibt, die unsere Kinder engagiert für Krippenspiele (und andere christliche Inhalte) begeistern. Dankbar dafür, dass über Wochen geprobt, Texte geübt und Kostüme geschneidert wurden, um dieses Krippenspiel zu ermöglichen.

Im letzten Gemeindebrief wurde in einem Beitrag zum Erntedankfest, bei dem unsere Kindergartenkinder (3-6 Jahre alt) einen Beitrag im Gottesdienst leisteten, über die Lärmbelästigung während der Predigt und des Orgelnachspiels geklagt.

Wir sollten als Gemeinde dankbar sein über jedes Kind, das im Gottesdienst mitwirkt. Und wir sollten uns auch dankbar zeigen für die Lebendigkeit, die Kinder in den Gottesdienst und die Gemeinde bringen.  Und ja, wir sollten auch tolerant sein gegenüber ihrer Lautstärke und ihrer kindlichen Dynamik. Denn diese Kinder werden später wissen, was ein Krippenspiel ist und „wie man das macht“. Und sie wissen auch, weshalb wir Weihnachten feiern. Das ist keine Selbstverständlichkeit mehr.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes, lebendiges und gerne auch lautes 2019!

Kathrin Wohlfarth

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