VON (B)ENGELN

© Till Budde
Veröffentlicht am Fr., 5. Jan. 2018 21:09 Uhr
Bericht Ki Ju Kantorei

Ein Krippenspiel, bei dem gelacht werden darf? Das gibt es tatsächlich. Zu sehen war es gleich zweimal in der Dorfkirche an den beiden letzten Adventssonntagen – dargeboten vom Kinder- und Jugendchor der Kantorei. Weil der Kinderchor enormen Zuwachs erhalten hat, war Leiterin Cornelia Vogt in diesem Jahr in der luxuriösen Lage, die tragenden Rollen des Krippenspiels doppelt zu besetzen. So hatte ein Teil des „Ensembles“ am 3. Advent, der andere Teil der Truppe im Weihnachtsgottesdienst seinen großen Auftritt.

Gelacht werden durfte, weil diesmal nicht Maria und Josef die einzigen Hauptrollen im Krippenspiel hatten, sondern auch drei Lause-Engel namens Raphael, Seraphine und Cherub. Sie gehören zum himmlischen Engelchor, der im himmlischen Probesaal das „Gloria“ übt. Doch auch Engel sind eben nicht immer die reinsten Engel. „Müssen wir heute schon wieder jubilieren? Das ist soooo langweilig“, mault etwa Cherub. Die kessen Sprüche der Lausengel bringen Erzengel Gabriel, den Chorleiter, fast in Rage. Genervt und weil er seine Ruhe haben will, schickt er die drei schließlich mit einem Navi auf Abenteuerreise nach Bethlehem. Dort sollen sie auf dem Dach eines Stalls wachsam und hilfsbereit sein…

Den Auftrag erfüllen die Lause-Engel perfekt, vermasseln dabei Gabriel und seiner Engelsschar aber fast den großen Auftritt auf dem Feld bei den Hirten. Aber Ende gut, alles gut: Der Erzengel und der Chor können den erstaunten Hirten ihr vom „Himmel hoch“ und das „Gloria“ doch noch mit gebührender Würde vorsingen.

Die übrigen Lieder des Krippenspiels hielten Neues bereit, gingen sofort ins Ohr, ließen Füße mitwippen und hatten mal wieder mindestens das Zeug zum One-day-Hit: Bis zum Abend wurden zuhause die Melodien noch gesummt.

Julia Frisch

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